Jahreshauptversammlung der Föritzer Ortsteilfeuerwehren

Am Abend des 27. Februar 2015 trafen sich die Kameraden der Ortsteilfeuerwehren der Gemeinde Föritz zur alljährlichen Jahreshauptversammlung im Saal „Zum Roten Ochsen“ in Mupperg. Nach der Begrüßung und einer Schweigeminute für die im letzten Jahr verstorbenen Kameraden blickte Ortsbrandmeister Tino Kaiser (FF Rottmar) auf das vergangene Jahr 2014 zurück. Kaiser lobte vor allem die gute und gefestigte Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Ortsteilfeuerwehren. In zahlreichen Einsätzen und Übungen präsentierte man sich als schlagkräftige Einheit. Viele Einsätze wurden absolviert, darunter Brände, Verkehrsunfälle, Türöffnungen, Sturmschäden und auch einige Fehlalarme.

 

Bedenklich stimmte den Ortsbrandmeister die Tatsache, dass aktuell von den 115 aktiven Einsatzkräften der Gemeinde Föritz nur 19 Kameraden für den Atemschutzeinsatz bereitstehen. Da im Ernstfall aber viel mehr einsatzfähige Atemschutzgeräteträger benötigt werden, sollte schnellstmöglich gehandelt werden. Kaiser bat die anwesenden Atemschutzgeräteträger alle noch ausstehenden Gesundheitsuntersuchungen nachzuholen, die Atemschutzübungsanlage in Neuhaus am Rennweg zu durchlaufen und an den Atemschutzübungen und Ausbildungen der Ortsteilfeuerwehren teilzunehmen. Außerdem sollten in den Wehren junge Kameraden gewonnen werden, die die Ausbildung zum Atemschutzgeräteträger absolvieren.

 

Erfreulich war für Tino Kaiser vor allem die Gründung einer Jugendfeuerwehr in Föritz im Februar des vergangenen Jahres. "Das ist ein wichtiger Schritt in Punkto Zukunftssicherung und Einsatzfähigkeit, denn nur mit entsprechend ausgebildeten Nachwuchs werden unsere Wehren einsatzfähig gehalten". Insgesamt bestreiten derzeit 45 Nachwuchsfeuerwehrleute ihren Dienst in der Gemeinde Föritz. Stolz zeigte sich Kaiser auch über die erfolgreiche Teilnahme der Jugendfeuerwehren an vielen verschiedenen Wettkämpfen im vergangenen Jahr. So errang beispielsweise die Jugendfeuerwehr Rottmar/Gefell/Föritz den Unterlandpokal der Jugendfeuerwehren.

 

Nach den Ausführungen des Ortsbrandmeisters gaben die einzelnen Wehren Rechenschaft über das vergangene Jahr. Sie wurden vertreten durch Reinhardt Häfner (FF Föritz), Sandro Löffler (FF Gefell), Andreas Langbein (FF Mupperg), Steffen Kaiser (FF Rottmar) und Jens Klinke (FF Heubisch). Jeder informierte die anwesenden Kameraden im Saal über Mitgliederstärke, absolvierte Einsätze, Ausbildungen und sonstige Aktivitäten seiner Wehr. Hervorgehoben wurde auch hier die gute Zusammenarbeit der Jugendfeuerwehren aus Rottmar, Gefell und Föritz. Auch die gemeinschaftliche Ausbildung der Einsatzabteilungen zwischen Gefell und Rottmar wurde gelobt. Im Anschluss gehörte dem Bürgermeister der Einheitsgemeinde Föritz, Roland Rosenbauer, das Wort. Er bedankte sich bei den Kameraden für die geleistete Arbeit im letzten Jahr und das Hohe Maß an Einsatzbereitschaft.

 

In der abschließenden Diskussion ergriff Kreisbrandmeister Michael Schreppel (FF Föritz) das Wort und informierte zum aktuellen Stand des Aufbaus einer ICE-Tunnelbasiseinheit im Sonneberger Unterland. Einige Kameraden äußerten ihren Unmut darüber, dass kein Einsatzfahrzeug aus dem Gemeindegebiet Föritz in die Pläne der Tunnelbasiseinheit eingebunden ist. Der stellvertretende Ortsbrandmeister Jens Feick (FF Mupperg) erläuterte, dass die Umrüstung der Funktechnik auf Digitalfunk für diese Tunnelbasiseinheiten mit 70-prozentiger Förderung vom Land Thüringen gestützt werden soll. Diese Förderung würde im Hinblick auf die bevorstehende Umrüstung auf den Digitalfunk so den Föritzer Wehren durch die Lappen gehen. Kreisbrandmeister Schreppel reagierte auf die Kritik und erläuterte, dass bis auf das Heubischer Löschfahrzeug kein anderes Fahrzeug aus der Gemeinde Föritz den Normen eines Einsatzfahrzeuges für eine Tunnelbasiseinheit entspricht. Am Ende der Diskussion wurde deutlich, dass die Führungskräfte aus der Gemeinde Föritz mehr mit in die Planungen bezüglich Personal und Ausrüstung für die Tunnelbasiseinheit eingebunden werden wollen. Ein Dank geht an den Mupperger Feuerwehrverein für die Bewirtung der Gäste während der Jahreshauptversammlung.

Bericht Tageszeitung "Freies Wort"
Feuerwehr ist und bleibt wichtig.pdf
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